Freitag, 7. Juli 2017

Autorenkollegen/Kolleginnen auf einen Blick!

Ich freue mich sehr, einige Autorinnen und Autoren zu kennen, mit denen ich gerne zusammenarbeite. Vier Augen sehen immer mehr als zwei, sechs sehen mehr als vier u.s.w.

Doch wer sind diese Kollegen? Was schreiben sie? Hier biete ich euch einen groben Überblick, auf ihren Seiten stellen sie sich selbst und ihre Werke viel besser vor, als ich das hier könnte.

Amy J. Brown unterstützt nicht nur Selfpublisher, sondern schreibt selbst Romane mit Tiefgang.

Caroline Simanek schreibt in den Genres Horror und Thriller, lässt ihren Lesern also gerne Schauer über den Rücken laufen.

Harry Baumann hat eine Vorliebe für Erotik, oft mit heißen Fesselspielchen. Zudem entführt er euch gerne auch mal in die Vergangenheit.

Jasper Lee Johnes ist der geheimnisvolle Neuling, der unerkannt bleiben will. Er tobt sich liebend gerne im Erotik-Genre der etwas anderen Art aus.

Pjotr X hat nach seiner romantischen "Jugendsünde" seine Vorliebe für mit Sex vermischten Horror entdeckt. Seine Geschichten sind nichts für Zartbesaitete!


Donnerstag, 6. Juli 2017

Schmetterlinge im Pferdestall (Sportinternat Waldeck Band 3)


Das Wochenende war viel zu schnell vorbei. Nach dem Turnier brachten wir die Pferde zurück zum Hof, während meine Familie sich wieder auf dem Heimweg befand. Eigentlich wollten wir noch gemeinsam essen gehen, aber es war einfach viel zu spät geworden. Und meine Schwester Romy musste ja auch zurück in ihre Wohngruppe. Wie es der Zufall wollte, kam Marc mit seiner Gruppe kurz nach uns auf den Hof und so beschlossen wir, zusammen Nudeln zu bestellen. Bis diese kamen, versorgten wir unsere Pferde.
Während dem Essen drehte sich natürlich alles um die beiden Turniere, die wir besucht hatten.
„Als ich bin voll zufrieden mit meiner Truppe“, begann Lena Marc zwischen zwei Bissen zu erzählen. „Kira hat mit einem ordentlichen dritten Platz in den Reiterprüfungen gut vorgelegt, Antje hatte etwas Pech mit einer echt starken Gruppe, aber der vierte Platz ist da voll okay. Und Sally hat sogar mich mit ihrem zweiten Platz überrascht. Deren Gruppe war nämlich auch nicht ohne. Dann hat Antje noch den dritten Platz in der Springreiterprüfung geholt und den siebten in der E-Dressur. Torben ist in einer seiner E-Dressuren sechster geworden, bei der anderen hatte Linus wohl keine Lust mehr und lauter Monster gesehen. Dafür haben sie in den beiden E-Springen noch einen zweiten und einen guten neunten Platz gelegt. Ganz besonders hat mich eure Zusammenarbeit auf dem Turnier gefreut“, wandte sie sich nun an unsere Gruppe. „Jeder hat bei jedem freiwillig mit angepackt wo es nötig war, ohne große Worte. Ihr habt euch insgesamt den ganzen Tag auch moralisch wirklich toll unterstützt. Und mit unseren beiden Neulingen war es, als ob sie schon immer dabei wären. Das war super Teamwork, da freue ich mich schon auf die nächsten Turniere und hoffe, das bleibt so, auch wenn ihr mehr in Konkurrenz zueinandersteht.“
„Dasselbe gilt auch für meine Gruppe“, lobte Marc seinen Teil der Reitschüler. „Leona und Meike haben sich auch gleich super eingegliedert. Dafür, dass sie ihre Pferde noch nicht so lange kennen, haben sie auch gute Leistungen abgeliefert. Wenn es auch leider nur für einen fünften Platz für Meike in der E-Dressur gereicht hat. Durch die zwei Turniere an diesem Wochenende haben die erfahreneren Reiter ja überwiegend in Neunkirchen gemeldet und die Konkurrenz war dementsprechend ziemlich stark. Dafür hat Lucy in der E-Dressur einen ordentlichen siebten Platz belegt und wurde vierte in ihrem E-Springen. Björn hatte in der Dressur viel Pech, dafür wurde er dritter in dem A-Springen, in dem Saskia den zweiten Platz belegt hat. Dafür hat es in der A-Dressur mal nur für den neunten Platz gereicht, aber das ist okay. Bei Jan lief es in der E-Dressur nicht so gut, dafür hat Scrabble im Zeitspringen mal wieder gezeigt, was er kann und die beiden wurden Zweite! Ich bin auch wirklich zufrieden.“
Schon in zwei Wochen sollte es auf das nächste Turnier gehen, vier Wochen später war auch eines. Auf diese beiden würden wir dann sogar alle zusammenfahren. In unserer gemütlichen Runde ließen wir den Tag ausklingen und gegen halb neun brachte uns Pit, unser Fahrer, zurück zum Internat. Ich war sicher nicht die einzige, die nur noch schnell duschte und total müde ins Bett fiel.
*
Wie immer zog sich der folgende Schultag ewig lang dahin, diesmal noch mehr, weil wir in Französisch einen Test und in Ethik schon eine erste Klassenarbeit schrieben. Ich hatte ein gutes Gefühl für beide, zum Glück fiel mir das Lernen nicht allzu schwer. Das Highlight war natürlich wieder unsere Fachtheorie. Diesmal zum Thema Pferdehaltung.
„Na, dann erzählt mal, welche Haltungsformen kennt ihr denn?“, forderte Herr Keller uns auf. Wie so oft lief er langsam vor uns auf und ab.
„Boxenhaltung. Wenn das Pferd viel Glück hat, sogar mit Weidegang“, seufzte Torben. „Sollte eigentlich wie die Ständerhaltung abgeschafft werden. Zumindest als dauerhafte Haltung.“
„Dann hast du bestimmt auch Gründe für diese Meinung“, hakte Herr Keller sofort nach.
„Ja, Pferde sind Herdentiere und haben auch Bewegungsdrang. Sie sollten sich lieber rund um die Uhr bei genügend Auslauf mit anderen Pferden bewegen können. Das ist auch gut für die Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder.“
„Damit liegst du natürlich voll und ganz richtig. Die Praxis sieht leider noch vielerorts ganz anders aus. Sicher kennen noch nicht alle die Pferdehaltung der Schulpferde auf dem Sonnenhof, wer mag die denn mal den anderen vorstellen?“ Er schaute in die Runde. „Antje vielleicht?“
Diese rückte sich aus ihrer lässigen Haltung, eher einem Hängen über den Tisch, wieder in eine aufrechte Sitzposition.
„Gerne“, gab sie zurück. „Also auf dem Sonnenhof gibt es für unsere Schulpferde zwar eine lange Stallgasse mit Boxen, aber die sind nach Hinten nur geschlossen, wenn ein Pferd mal krank ist, zur Fütterung von Kraftfutter, damit die Pferde in Ruhe fressen können oder wenn sie nach dem Reiten noch nicht richtig trocken sind. Ansonsten sind immer zum befestigten Auslauf die Türen offen und in der Weidesaison der Zugang zur Koppel. Das Heu wird meistens auch draußen in so großen Futterraufen gefüttert. Ist auch besser für die Stallluft, weil es dort dann nicht so staubt.“

Dienstag, 4. Juli 2017

Etwas neues ist auf dem Weg!

Soeben habe ich den dritten Band (leider etwas später als geplant) zur Veröffentlichung auf den Weg gebracht! Das E-Book wird es zu Beginn ab Veröffentlichung wieder für zwei Wochen zum Schnäppchenpreis von 0,99€ geben!

Ach ja, der neue Band heißt: "Schmetterlinge im Pferdestall"

Freitag, 19. Mai 2017

Rezensionen zu "Des Doktors Spiele"

An diesem ungewöhnlichen Arztbesuch finden meine Leser großen Gefallen:

>>Der Titel hält, was er verspricht.
Der smarte 50-Schatten Doc mit der wohltuenden tiefen Stimme kommt schnell zur Sache und Ellen weiß nicht wie ihr geschieht, als er sich die dünnen Gummihandschuhe überstreift und seine heilenden Finger einsetzt ...
Ein amouröses Abenteuer im Geschmack der Zeit, das von der Länge passend für einen Abend oder Nachmittag dimensioniert ist, wonach das Kopfkino gestartet werden kann.
Insgesamt eine runde Sache, die mir sehr gefallen hat. <<

>>Schöne Geschichte, aber leider zu kurz! Zum Inhalt kann ich nur sagen, dass er sehr gelungen ist und es Spaß macht dieses Buch zu lesen. Meiner Meinung nach hätte man aus der Geschichte aber wesentlich mehr machen können! <<

Rezensionen zu "Jolene"

So schön kann Liebe zwischen zwei Frauen sein:

>>Das unübersehbare Wort ‚Lesbian’ auf dem Cover hat mich natürlich sofort neugierig gemacht. Wirklich ist das im Jahr 2016 nichts, was provokant ist, aber auf jeden Fall was anderes. Und auch hier schafft es die Autorin eine gefühlvolle Story zu kreieren: Unkritisch, leidenschaftlich, schön. Ich will nicht zu viel verraten…
Aber ein weiteres Lob, die Autorin hat selbst ein Faible für Pferde, das sich natürlich in der in den modernen Wilden Westen verlegten Handlung widerspiegelt. Mir hat es Spaß gemacht zu lesen. Die Geschichte passt, sie ist interessant, weil sie woanders spielt, im heutigen Wilden Westen, und weil es zwei Girls sind. <<

Rezensionen zu "Sissi - ein Pony - Leben"

Nicht nur Kinder finden dieses Buch toll:

>>Ich habe das Buch von der Autorin als Rezensionsexemplar erhalten und fand die Geschichte kurzweilig zu lesen. Da ich selbst reite und Pferde halte, konnte ich vieles nachvollziehen was dort stand und die Idee, die Geschichte vom Pony selbst erzählen zu lassen hat etwas.
Allein schon deswegen hebt sich dieses Büchlein von den üblichen Kinderbüchern dieser Art ab, in der die Mensch Pferd Beziehung doch oftmals sehr verklärt wird. Das tut dieses Buch nicht und das erzählende Pony wird nicht über die Gebühr vermenschlicht, was Gefühle etc angeht. So fand ich das Buch erfrischend zu lesen, musste oftmals schmunzeln und kann als Fazit sagen: Ein realistischer Blick auf das Thema Pony, der auch ein wenig für das Tier sensibilisiert und an einigen Punkten die Augen offnet. Ein angenehm unspektakuläres, aber dennoch eindringliches Kinderbuch, dass einmal nicht vorsieht, dass ein völlig ungeübter Reiter bereits nach 3Wochen Training das Turnier gewinnt.
Ich würde dieses Buch Kindern oder auch deren Eltern empfehlen, die sich ein Pony wünschen. Auch allen perdebegeisterten Mädchen und Jungen, die einmal lesen möchten, wie es tatsächlich ablaufen könnte. <<

>>Das Zwiegespräch hat mir als Laien auf dem Gebiet der Pferdehaltung doch sehr die Augen geöffnet, wie viel Verantwortung die Haltung eines solchen Tieres mit sich bringt...darüber sollte man tatsächlich mehrmals nachdenken. Nicht nur finanziell, sondern auch moralisch muss man dem Tier gerecht werden. Die verschiedenen negativen Seiten werden sehr aufschlussreich dargestellt, so dass ich mehrmals beim Lesen die Stirn runzeln musste und mich fragte, wer das einen Tier antun kann.
Das Buch eignet sich für Leser jeden Alters, denke ich. Als Erwachsener wird man eine Hülle an Informationen finden. Und als pferdeverrückter Teenie kann es helfen, um wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zu gleiten. Also bevor man ein Pferd kauft, könnte die Lektüre von Sissi schon etwas Verklärtheit und Pferdevernarrtheit vertreiben.
Sehr realistisch, klar und wichtig in der Aussage, aber auch unhaltsam zu lesen. <<

Rezensionen zu "Lass deine Liebe blühen"

Naaaaa, das macht doch Lust, selbst mal zum Buch zu greifen, oder?

>>Sehr berührend und einfühlsam beschrieben, ist die Geschichte von Anka und Marcin.
Dies ist das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und wird ganz sicher nicht das letzte gewesen sein.
Man wird in das Leben der beiden hineingezogen und fühlt sich mit ihnen verbunden.
Das Cover passt sehr gut und verrät auch nicht zu viel.
Da der Klappentext schon alles nötige sagt, werde ich über den Inhalt nichts weiter verraten, denn lesen solltet ihr schon selbst.
Es lohnt sich auf jeden Fall.
Von mir gern *****Sterne für "Lass die Liebe blühen" und eine klare Leseempfehlung.<<

>>Es ist zwar ein erotischer Roman, doch kann dieser Roman noch mehr. In dieser Geschichte steckt soviel Gefühl, viel überraschende, nicht zu erwartende Momente, die einen berühren. Zärtlich und mit einem Hauch Romantik die Erotik beschrieben, was mir besonders gefallen hat. Ich bin sehr glücklich, dieses Buch gelesen zu haben. Und es ist ein Buch,was man gern immerwieder liest! Ich danke dafür von Herzen und die 5 Sterne sind absolut verdient! <<

Mittwoch, 10. Mai 2017

Rezensionen zu "Sprung in neues Glück"

Wenn das mal nicht tolle Gründe sind, selbst zu diesem Buch zu greifen!


>>Eine Nacht hat gereicht, dann hatte ich das Buch eingeatmet. Ein echter Seitenreißer, der sich schnell und unkompliziert liest.
Zwar stehen Pferde und die dazugehörige Arbeit im Raum. Aber auch für mich, da ich mehr Respekt als Erfahrung habe, war dieses Thema ganz unkompliziert zu handeln, da die Autorin hier und da detailiert beschreibt, sich aber nicht in langatmigen Fachaufsätzen verliert, sondern immer wieder schnell die Handlung vorantreibt, ihren Figuren Profil gibt und ebenso manche Szenen gern kurz und knackig erzählt. Das macht den Reiz dieses Buches aus, denn als Leser bleibt man dran und wird in die spannende Geschichte gezogen, die ich aber natürlich nicht spoilern möchte.
Sympathische Personen, hier und da ein Hakenschlag und erotische Szenen, die sehr realistisch sind. Und das ist der Reiz des Buches: Die Autorin schreibt realistisch und lässt ihre Figuren wirklich lebensecht agieren, reagieren und auch kommunizieren.
Das ist erfrischend und entspannend. Für mich eine klare Leseempfehlung. <<

>>Beim Lesen der ersten Seiten erinnerte ich mich sofort an meine wenigen Reitstunden, die ich einst vor vierzehn Jahren in Biehlen (Dorf in Süd-Brandenburg) zur Vorbereitung einer USA-Reise genommen hatte.
Nur an der Longe und im Schritttempo. Immerhin reichte dies, um dann in Montana nicht vom Pferd zu fallen. Ein Dank an den Reiterhof Biehlen!
Für die Autorin Holly O Rilley ist der Alltag auf einem Reiterhof Kulisse für eine leidenschaftliche Liebe. Beide Protagonisten haben sich geschworen, nach schlechten Erfahrungen nicht gleich wieder eine Beziehung einzugehen. Der Leser ahnt es – Amors Pfeile treffen.
Die Liebesgeschichte wird flüssig ohne Rückblenden in einem Zeitstrahl erzählt, der Leser ist immer mitten im Geschehen. Unabhängig davon, ob man schon einmal auf einem Pferd gesessen hat oder nicht.
Beim Diebstahl einiger Pferde hätte ich mir etwas mehr Thrill gewünscht – aber das liegt im Gusto der Autorin, daraus einen Krimi zu machen. Der Antagonist hätte etwas mehr Farbe vertragen und wird nur im Abspann erwähnt.
Die Geschichte hat deutlich mehr Potenzial, weshalb ich zu meinem größten Bedauern einen Punkt abziehen muss.
Liebe auf einem Reiterhof mit einigen prickelnden erotischen Szenen. Ein empfehlenswerter Liebesroman! <<

>>so könnte man die Geschichte der beiden Protagonisten beginnen.
Ich liebe Pferde, auch wenn ich einen Heidenrespekt vor ihnen habe und deshalb habe ich dieses Buch förmlich verschlungen und gesuchtet ;)
Eine sinnlich prickelnde Liebesgeschichte, die Holly O'Rilley dem Leser an die Hand gibt.
Es hat nicht lange gedauert und ich war mitten drin im Leben auf dem Reiterhof.
Der Schreibstil ist locker und flüssig und es macht Spaß sich im Buch zu verlieren.
Vielen Dank für diesen Lesegenuss.
Gern *****Sterne für "Sprung in neues Glück" und eine klare Leseempfehlung<<

>>Auch wenn ich kein großer Pferdenarr bin,hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Nicht nur die sinnliche Erotik darin,nein auch wurden Themen aufgegriffen, die nicht Tabu sein sollten. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage. Das Buch ist nicht nur ein Roman,sondern eine Geschichte mit einer Botschaft! Vielen Dank,daß ich es lesen durfte! <<

Montag, 3. April 2017

Leseprobe: Turnierluft (Sportinternat Waldeck 2)


Nach einer verdammt unruhigen Nacht, in der ich nicht viel geschlafen hatte, wurde ich wach, noch bevor der Radiowecker mit Musik auf mich einschlug. Als ich die Augen öffnete, war ich zuerst einmal verwirrt und wusste nicht, wo ich war. Nach und nach fiel mir dann alles wieder ein: ich war im Internat.
In den letzten Jahren hatten wir verdammt viel Pech gehabt. Erst starb Mama. Dann hatten Oma, meine Schwester und unsere Hausperle Helene schwere gesundheitliche Probleme bekommen und Paps musste zu allem immer mehr arbeiten, um seinen Job nicht zu verlieren. So war bei uns zu Hause eher das Chaos ausgebrochen, als dass wir ein normales Leben führen konnten. Letztendlich hatten wir entschieden, dass Romy in eine Wohngruppe für körperlich eingeschränkte Jugendliche zog und ich hatte mich für dieses Internat entschieden. Auf diese Weise konnte sowohl Romy weiter mit ihrer Sportgruppe trainieren und ich regelmäßig reiten, statt mich um meine Schwester und so wahnsinnig vieles im Haushalt kümmern zu müssen. Und Paps musste sich keine Gedanken mehr um uns machen, wenn er wegen dem Job oft tagelang unterwegs war. Gestern, pünktlich zum neuen Schuljahr, war ich hier angekommen und heute wird es nun für mich so richtig mit dem Internatsleben losgehen.
*
Seufzend kletterte ich aus dem Bett und schlurfte ins Bad. Nach einer Katzenwäsche schlüpfte ich in eine meiner ältesten Jeans, ein T-Shirt und meine Turnschuhe. Da es draußen noch ziemlich neblig war, zog ich mir noch einen Sweater über und packte meine Stallschuhe in eine Tüte. Dann verließ ich mein Zimmer und lief hinunter in die Eingangshalle des Gebäudes.
Nach und nach trudelten auch noch andere Schülerinnen und Schüler ein. Irgendwann konnte ich auch Saskia und Lucy in dem Gewühle ausmachen und ging zu ihnen hinüber.
„Na, wie hast du geschlafen?“, fragten sie neugierig und Lucy fügte noch an: „Meine Oma sagte ja immer, es erfüllt sich, was man im neuen Zuhause träumt, oder sowas in der Art.“
„Keine Ahnung“, gähnte ich vor mich hin, „ich bin ewig nicht eingeschlafen und das Einzige, woran ich mich erinnere ist, als ich wach wurde.“
„Mach dir nichts draus, das ging uns fast allen am Anfang so. Du gewöhnst dich bestimmt schnell daran, hier zu sein“, munterte Saskia mich auf.
Bald kamen auch noch ein paar andere Schüler zu uns. „Dies sind übrigens Jan, Björn, Antje und Sabine. Die kommen auch lieber schon morgens mit in den Stall als sich irgendetwas sportliches anzutun“, stellte Lucy mir die Mitreiter vor und Saskia erzählte ihnen, wer ich war.
Als auch noch Leona bei uns eintraf, gingen wir zu unserem Bus. Diesmal kam mir die Fahrt schon viel kürzer vor und ich freute mich schon darauf, Rasputin wieder zu sehen. Als wir am Hof ausstiegen kam Marc schon direkt zu uns.
„Ge Morje, Kinnas!“, begrüßter er uns fröhlich in tiefstem saarländischen Platt. „Kommt mal mit, ich hab zuerst mal eine Überraschung für euch!“
Gespannt folgten wir ihm in den alten Teil des Hofes und ging nach links auf eine Tür direkt neben der Reiterklause zu.
„Was willst du denn in der alten Waschküche?“, gab Saskia entsetzt von sich. „Da gibt’s doch nur Spinnen und Mäuse!“
Doch Marc grinste nur und öffnete die Tür: „Tatatataaa! Überraschung! Lena und ich waren in den Ferien fleißig, jetzt müsst ihr eure Sachen nicht immer hin und her schleppen, sondern könnt sie hier unterbringen.“
Wir traten ein und besonders diejenigen, die schon länger hier waren, stießen Freudenschreie aus.
„Mensch, das ist ja mal cool“, gab Lucy erfreut von sich. „Genau sowas hat uns hier noch gefehlt!“
Ich sah mich um. Die Wände waren sonnengelb gestrichen und rundum an den Wänden entlang standen ein paar einfache Schränke, die sogar abgesperrt werden konnten. Dort konnten wir bequem Reithelme, Stiefel, Stallschuhe und was wir sonst jeden Tag so brauchten unterbringen. In der Mitte des Raumes standen auch zwei Bänke.
„Sollen wir auslosen oder könnt ihr euch die alleine aufteilen?“, wollte Marc dann wissen.
„Ach, das schaffen wir schon selbst“, meinte Björn.
Gut, wir hatten den Vorteil, die ersten der Reitschüler zu sein, aber dafür machten wir ja auch die Stallarbeit. Schnell hatte jeder einen Schrank für sich gefunden und nachdem wir die Schuhe gewechselt hatten, gingen wir in den Stall. Nachdem wir alle unsere Pflegepferde begrüßt hatten, teilte Marc uns schnell ein und ich sollte mit Antje erst die Heuraufen füllen und dann das Kraftfutter richten. Erst jetzt fiel mir auf, dass die Heuraufen der Boxen riesengroß waren. Dazu kamen noch welche auf dem Auslauf. Zu zweit ließ sich der große Heuwagen gut schieben und da ich mit Antje Hand in Hand arbeitete, als ob wir noch nie etwas anderes gemacht hätten, waren wir damit schnell fertig. Auch die Eimer hatten wir recht schnell mit Kraftfutter gefüllt, nachdem mir Antje mit wenigen Worten den Futterplan erklärt hatte.
Gerade als wir damit fertig waren, schaute Marc in die Futterkammer: „Na, ihr seid ja so ruhig. Bist du etwa auch so ein Morgenmuffel wie Antje?“
„Eigentlich schon. Nur heute ist es … naja, ist ja alles noch neu für mich“, gab ich etwas unsicher zurück.
Er grinste. „Da habe ich ja die beiden richtigen zusammengesteckt. Wenn zwei quasseln wollen, okay. Wenn keiner was sagt, ists auch gut, dann gibt es morgens wenigstens keinen Stress, weil einer den anderen zutextet.“
In dem Moment spürte ich, wie mir etwas schwindlig wurde und ich ins Schwanken kam. Schnell packte mich Marc und ließ mich langsam auf den Boden gleiten.
„Alles okay mit dir?“, erkundigte er sich besorgt. Fältchen zogen sich dabei über seine Stirn.
Ich nickte. „Geht schon wieder.“
„Hast du etwas gegessen?“
Ich schüttelte den Kopf. Menno, war mir das unangenehm. Auf so eine doofe Art wollte ich eigentlich nicht schon gleich am ersten Tag auffallen. Nachher hielten mich alle noch für so ein zartes Püppchen! Man konnte mir viel nachsagen. Manchmal sogar, dass ich stur und eigensinnig war, aber nicht, dass ich mich vor der Arbeit drückte!
„Bleib mal einen Moment sitzen“, bat er mich und ging hinaus. Gleich darauf kam er auch schon zurück und drückte mir einen Müsliriegel in die Hand. „Hier, iss den mal, dann wird’s dir gleich wieder bessergehen. Und ab morgen hast du dann wenigstens etwas im Bauch, wenn ihr herkommt. Wenn es auch nur mal ein Apfel, eine Banane oder eben einfach so ein Müsliriegel ist. Okay?“
Ich nickte wieder nur, packte den Riegel aus und aß ihn. Schon nach den ersten Bissen merkte ich, dass es mir besserging und das Schwindelgefühl nachließ. „Danke“, murmelte ich und stand dann langsam wieder auf.
„Geht’s wieder?“, wollte Marc dann noch zögerlich wissen.
„Ja, geht wieder. Und morgen esse ich auch was. Heute Morgen war ich einfach viel zu aufgeregt.“
„Da bist du nicht die Erste, der das so geht. Kannst du weitermachen?“
„Klar, aber wir waren sowieso gerade fertig.“
„Dann setz dich doch hier vor dem Stall auf die Bank, bis die Anderen fertig sind.“
Ich schüttelte den Kopf. „Ich würde gerne nochmal nach Rasputin sehen.“
Marc nickte und ging dann wieder seiner Arbeit nach, während ich mich unter dem Zaun durch duckte und zu Rasputin ging. Der hübsche Rappe sah auf, als ich zu ihm trat. Leise sprach ich mit ihm, während ich ihn hinter den Ohren kraulte, bis Saskia hinter mir rief: „Futter!“ Daraufhin setzten sich alle Pferde, die nicht sowieso schon ungeduldig vor dem Stall standen, in Bewegung und gingen in ihre Boxen. Hinter ihnen machte Saskia die Türen zu und auch ich ging zurück zum Stall.

Dienstag, 28. März 2017

Donnerstag, 16. Februar 2017

Signierte Exemplare mit neuen Covern!

Hallo ihr Lieben!

Die Bücher mit den neuen Covern, bzw. auch der erste Band des "Sportinternat Waldeck" - Reiterleben ist hart, sende ich euch ab sofort gerne signiert zu!

Diese erhaltet ihr zum Buchpreis + 1€ für die Büchersendung.


Mittwoch, 28. Dezember 2016

Neue Cover und Schnäppchenpreise!

Ich habe mich entschlossen, bei der Neuauflage meiner Bücher zugleich auch die alten Cover auszutauschen. Sobald diese Änderungen die E-Books erreicht haben, wird es diese für begrenzte Zeit zu Schnäppchenpreisen geben!
 
Und nicht nur die "alten", auch mein neues Buch "Reiterleben ist hart", der Beginn der Reihe um das Sportinternat Waldeck, wird es als E-Book ebenfalls zu einem Einstiegspreis geben.
 
Los geht's, sobald die E-Books beim Händler eures Vertrauens zu haben sind!
 

Lass deine Liebe blühen

Aktionspreis E-Book 2,99 €

Sprung in neues Glück

Aktionspreis E-Book 2,99 €
 Sissi - ein Pony-Leben

Aktionspreis E-Book 1,99 €
Sportinternat Waldeck Band 1 -
Reiterleben ist hart

Aktionspreis E-Book 1,99 €

Dienstag, 27. Dezember 2016

Leseprobe: Reiterleben ist hart (Sportinternat Waldeck 1)

 


Mein Kopf lehnte an der Scheibe unseres Autos. Straßenpfosten nach Straßenpfosten schien an uns vorbei zu fliegen. Naja, der Blick täuschte. Eigentlich zogen wir auf der Autobahn an ihnen vorbei. Für mich eine Fahrt ins Ungewisse. Obwohl, so genau stimmte das eigentlich auch nicht. Ich wusste schon, was auf mich zukam. Zumindest in etwa. Meine Begeisterung darüber hielt sich allerdings in Grenzen. Grund zum Jubeln sah ich jedenfalls nicht.
Meinem Vater fiel es ebenfalls nicht leicht. Mit jedem Kilometer, den wir hinter uns brachten, schien es auch ihm schwerer zu fallen. Das sah ich an seinem immer traurigeren Gesichtsausdruck. Doch wir waren uns ja alle einig gewesen, besonders wir beide und Romy, meine kleine Schwester. Es war einfach die beste Lösung für uns alle. Genauer gesagt, die Praktischste. Seit das mit Mama war, dann Romy, Oma Lene und nun auch mit unserer Perle Helene … okay, vielleicht sollte ich mal von vorne anfangen. Nicht ganz von vorne, aber von da an, als unsere Probleme anfingen.
*

Es war vor fast vier Jahren, ich war gerade elf Jahre alt geworden und Romy acht, als ich nachts von lauten Geräuschen wach wurde. Getrappel in unserem Hausflur und laute Stimmen drangen durch die geschlossene Tür in mein Zimmer. Die Aufregung im Haus war fast zu spüren, so greifbar schien sie. Und das machte mir damals mächtig Angst. Erst als endlich Ruhe einkehrte, stand ich auf und traute mich aus meinem Zimmer. Im Haus war alles dunkel, nur ein Hauch eines Lichtschimmers kam aus unserem Wohnzimmer.
    Barfuß tapste ich dort hin, um nachzusehen, wer sich dort aufhielt. Es war Oma Lene, Mamas Mutter, die unter der Leselampe im Sessel saß. Im Lichtschein sah ich, dass ihr ein paar Tränen über die Wangen gelaufen waren. Ich ging zu ihr. Erst als ich kurz vor ihr stand, bemerkte sie mich und sah auf.
„Oma? Was machst du denn hier? Und warum weinst du?“, wollte ich wissen.
Traurig klopfte sie mit der Hand leicht auf die Lehne, ich setzte mich zu ihr und Oma legte einen Arm um mich. „Deine Mama, sie ist … im Krankenhaus.“
„Aber, warum denn, was ist denn los?“
Traurig sah Oma mich an. „Sie ist im Bad umgefallen. Dein Vater hat es gehört und den Krankenwagen gerufen.“
„Was ist mit Mama?“, wollte ich aufgeregt von ihr wissen.
„Ich weiß es selbst noch nicht, aber euer Vater ist mitgefahren. Wir müssen warten, bis er heimkommt.“
Ich kuschelte mich an Oma Lene und so warteten wir. Stunden vergingen. Als es draußen hell wurde, kam Papa nach Hause. Ich sah ihn zum ersten Mal in meinem Leben weinen. Mama hatte ihre Herzattacke nicht überlebt.
*
Mein Blick aus dem Fenster wurde wieder klarer. Auf eines der blauen Schilder für die Autobahn Abfahrt `Bornheim` fiel mein Blick. Erst Bornheim. Mit gut eineinhalb, vielleicht sogar zwei Stunden Fahrt müssten wir rechnen, hatte Papa gemeint. Obwohl ich mir das Ziel mit ausgesucht hatte, kam es mir vor, als ob wir ans Ende der Welt fahren würden. Seufzend ließ ich wieder meine Gedanken schweifen.
Es dauerte nicht mal ein halbes Jahr, als uns der nächste Schicksalsschlag traf. Nach Mamas Tod waren Oma Lene und Opa Harry jeden Tag bei uns und kümmerten sich um Romy und mich, damit Papa weiter seinem Job nachgehen konnte. Bis Oma Lene eines Tages auf einer Treppe stürzte und sich einige üble Knochenbrüche im Bein zuzog. Seither ging sie an Krücken und Opa Harry musste ihr bei vielem im eigenen Haushalt helfen. Damals kam die erste Haushaltsgehilfin in unser Haus, die auch uns Kinder betreuen sollte. Die Frau klaute, was nicht niet- und nagelfest war. Die Nächste, die kam, war stinkfaul und tat noch weniger, als das Nötigste. Dann kam Helene. Sie war genau das, was immer mit `Perle` gemeint war. Für uns Mädchen wurde sie mit der Zeit sowas wie eine Freundin. Alles schien sich jetzt wieder etwas einzupendeln, auch wenn wir Mama immer noch sehr vermissten.
Wieder schaute ich aus dem Fenster. Wir wechselten gerade am Kreuz Alzey die Autobahn. Weiter Richtung Süden, weiter Richtung … naja, für mich ins Exil. Ich versank wieder in meinen Gedanken.
*
 Das Glück, das mit Helene zu uns kam, war uns nicht gegönnt. Romy war gerade zehn geworden, als das Pech schon wieder volle Breitseite zuschlug. Als ich eines Mittags nach Hause kam, wunderte ich mich, dass niemand zu Hause war. Gut, Papa war um diese Zeit eh immer auf der Arbeit, ab und an kam es vor, dass Helene noch nicht von Einkäufen und Besorgungen zurück war. Doch nicht mal Romy, die normalerweise immer vor mir heimkam, war da. Als ich in die Küche ging, fand ich das Telefon und den Zettel auf dem Tisch, auf dem stand: `Solveig, ruf mich bitte mal an, wenn du zuhause bist. Es ist dringend! Helene.` Darunter ihre Handynummer. Solveig. Normalerweise nannte sie mich wie alle anderen Sally.

Samstag, 24. Dezember 2016

*Weihnachten!*

 
 
Ich wünsche euch allen,
euren Familien, Freunden und Verwandten 
ein wunderschönes Weihnachtsfest!
 
 

Freitag, 23. Dezember 2016

Achtung, Umbau ;-)

Zwischen Weihnachten und Neujahr wird sich hier einiges tun.
Daher bitte ich euch um Geduld, wenn in der Zeit mal das Chaos wütet.
Ich danke euch dafür vorab schon mal!